Diagnostik

In Kooperation mit der Akademie für Psychotherapie und Interventionsforschung an der Universität Potsdam wird im Rahmen einer umfassenden Diagnostik zunächst geprüft, ob eine Lese-Rechtschreibstörung bzw. Dyskalkulie vorliegt oder es sich um ein anderes Problem handelt (Aufmerksamkeits-, emotionales oder Verhaltensproblem). In einem Erstgespräch werden zudem die allgemeine und schulische Entwicklung, die gegenwärtige Schulsituation sowie die oft schwierige Hausaufgaben- und Übungssituation erfragt. Durch standardisierte Tests werden anschließend

  • Rechenleistung
  • Lese-Rechtschreibleistung
  • Intelligenz
  • Sprachentwicklung
  • Konzentration
  • Selbstwert

und wenn nötig weitere Problembereiche untersucht.

 

Alle gewonnenen Informationen werden mit der Familie besprochen und in einem schriftlichen Befund festgehalten. Weiterhin werden schulische sowie außerschulische Fördermöglichkeiten aufgezeigt.

Therapie

Lesen, Schreiben und Rechnen müssen in Form einer Integrativen Lerntherapie, die direkt an den Lese-Rechtschreib- bzw. Rechenfertigkeiten des Kindes ansetzt, gefördert werden (vgl. AWMF-Leitlinie Lese- und/oder Rechtschreibstörung). Dabei wird entsprechend den Ergebnissen einer qualitativen Fehleranalyse ein genau auf die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes gerichtetes Therapieprogramm zusammengestellt.

 

In der Dyskalkulietherapie wird ein grundlegendes Zahl- und Zahlenraumverständnis aufgebaut und verbessert, indem der Zusammenhang zwischen Mengen, Anzahlen und Zahlzerlegungen verdeutlicht wird. Grundsätzlich gilt es dabei, nicht-zählende Rechenstrategien zu erarbeiten und Zahlbeziehungen zu automatisieren. Arithmetische Beziehungen werden verstanden, als logische Bausteine abgespeichert und sind somit flexibel anwendbar.

 

In der LRS-Therapie wird/werden

  • die Zuordnung von Lauten zu Buchstaben gefestigt
  • Rechtschreibregeln erarbeitet und deren Gebrauch automatisiert
  • die Lesegeschwindigkeit sowie Lesegenauigkeit erhöht
  • das Textverständnis verbessert.

 

Zudem werden Arbeitstechniken und Lernstrategien vermittelt. Die Kinder werden in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und lernen durch die Lerntherapie wieder:

  • Lust auf Lernen und Schule zu bekommen
  • Freude an der eigenen Leistung zu empfinden
  • zu einer motivationalen Arbeitshaltung zu gelangen.

 

In unserer Lerntherapie wird mit Therapieprogrammen gearbeitet, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist. PC-Programme unterstützen diesen Lernprozess. Zudem legen wir im Therapieprozess großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule.

 

Die Lerntherapie findet als Einzeltherapie ein- bis zweimal pro Woche statt. Halbjährlich stattfindende Verlaufsdiagnostiken ermöglichen eine präzise Analyse der Lernentwicklung und dienen der Qualitätssicherung.

 

In der letzten Woche der Sommerferien bieten wir jedes Jahr unsere bewährten Intensivkurse zum Lesen, Schreiben und Rechnen an! Die Kinder werden dabei entsprechend ihres Leistungsstandes in Kleingruppen mit 3 bis 4 Kindern täglich von 09.00 bis 12.00 Uhr gefördert. Dies ermöglicht den Kindern einen idealen Start ins neue Schuljahr nach der langen Sommerpause.

 

Kosten

Die Kosten müssen in der Regel von den Eltern getragen werden. Es bestehen Leistungsvereinbarungen mit den Sozialämtern von Potsdam und Umgebung. Unter bestimmten Bedingungen ist eine Kostenübernahme durch das jeweilige Sozial- bzw. Jugendamt möglich.

In einem kostenlosen und unverbindlichen Informationsgespräch beraten wir Sie gerne zu den Therapiemöglichkeiten in unserem Institut.

Druckversion | Sitemap
© Akademie für Psychotherapie und Interventionsforschung - API